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| Neues aus dem Kinder- und Jugendprojekt breakout |
| (von Renate Bloess - 10.03.2011) |
Das Projekt „Kiez-Helden“
Jeden Montag versammelt sich eine kleine Gruppe von 6 bis 11-jährigen Jungen im breakout. Sie kommen wegen Fragen zu ihren Hausaufgaben, oder weil einige von ihnen donnerstags in die Kinderstunde kommen, oder weil sie einfach nicht wissen was sie sonst tun sollen.
Wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin Zeit hat mit ihnen UNO zu spielen finden sie das super. Aber meistens haben weder die MitarbeiterInnen noch die Ehrenamtlichen Zeit für sie. Es sind einfach zu viele Kids – meist Mädchen – die engagierte Unterstützung bei ihren Hausaufgaben einfordern. Mittwochs dürfen die Jungs gar nicht ins breakout, weil das Jugendamt nur eine mädchenspezifische Arbeit fördert, und da stören sie.
Also fahren sie mit ihren Fahrrädern vor unserem Schaufenster die Straße auf und ab oder hängen in der Markthalle rum, bis diese schließt. Wir konnten das irgendwann nicht mehr länger mit ansehen. Das sind Kinder, die bald Jugendliche sind und jetzt noch um Aufmerksamkeit bitten…Aus Erfahrung wissen wir, dass sich dieses Bitten um Aufmerksamkeit bitten bald anders ausdrücken wird.
Und so gingen wir zunächst auf die Suche nach einem qualifizierten Pädagogen, der Interesse an interkultureller und interreligiöser Gruppenarbeit mit Jungen hat. Danach suchten wir nach passenden Geldquellen. Die Diakonie hat uns die diesjährigen Kollektenmittel für das Jungenprojekt „Kiez-Helden“ zur Verfügung gestellt. Diese Mittel decken ca. ein Drittel der Kosten für die zunächst auf ein Jahr festgelegte Gruppe, in der sich ein Pädagoge einmal wöchentlich für diese Kids Zeit nehmen soll, ihnen Geschichten über Helden der Bibel erzählen wird und so das Thema Helden auf verschiedenste kreative, aktive und sportliche Weise behandelt.
Ziel des Projekts ist es, den Jungen eine Idee zu vermitteln, wer oder was wahre Helden sind und in ihnen den Wunsch reifen zu lassen, selber ein solcher Held zu sein: nämlich jemand, der sein Umfeld (Familie, Schulklasse, Freundeskreis, Nachbarschaft, - kurz: Kiez -) in guter Weise gestaltet und verändert, der anderen hilft, der seine Talente zum Wohl anderer entdeckt und einsetzt und sich auch traut, gegen Gewalt jeglicher Ausformung einzutreten.
Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss das breakout noch ca. 3000 Euro Eigenanteil aufbringen. Bitte prüfen Sie doch, ob Ihnen hier eine Unterstützung möglich ist und beten Sie für die Jungen! Vielen Dank!
Tanja Manthey-Gutenberger
Stadtteilprojekt / Kinder- und Jugendprojekt breakout
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