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Fischer sind zum Fischen da

Fischer sind zum Fischen da


„Christen sind zum Fischen berufen, nicht zum Angeln“, sagt Markus Pfeil. Was das für die Evangelisation bedeutet, erläutert er im Gespräch mit ERLEBT.

 

Markus, als Evangelist bist du einerseits als Verkündiger unterwegs, zum anderen coachst du Gemeinden im Bereich Evangelisation. Dein Ziel: Christen für den Auftrag fit machen, den Jesus ihnen gegeben hat. Warum ist dir das ein solches Herzensanliegen?

Vor einigen Jahren sprach mich einmal ein Mann an, der mir Folgendes erzählte: In seiner Stadt säßen am Wochenende viele Angler an den Kanälen, um zu angeln – dabei gebe es dort kaum Fische. Und wenn sie dann endlich mal einen Fisch am Haken hätten, freuten sich alle riesig. Doch die Fischer an der Küste, wo er aufgewachsen war, müssten anders vorgehen: Sie setzten das beste Material und all ihre Kraft dafür ein, möglichst viele Fische zu fangen, weil sie davon leben müssten. Und dann schlug er die Brücke zur christlichen Gemeinde: Viel zu oft würden wir als Christen bloß die Angel auswerfen und hoffen, dass irgendwann einmal ein „Fisch“ dran hängen bliebe. Jesus aber habe uns berufen, „Menschenfischer“ zu sein. Dieser Vergleich hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Damit aus Anglern wieder Fischer werden, muss was passieren?

Müssen wir auf Jesus sehen: Wenn er sagt, dass er uns sendet, so wie er gesandt wurde (Johannes 20, 21), dann müssen wir uns seine Sendung genauer anschauen. Jesus sagt es so: „Ich bin gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ Für uns heißt das: Wir sollten nicht darauf warten, dass uns die Fische ins Netz springen, sondern hinaus aufs Meer fahren und uns auf die Suche nach guten Fischgründen machen. Doch dazu müssen wir zunächst das Fischen wieder als unsere primäre Berufung erkennen und nicht als eine Art Wochenend-Hobby. Nur dann werden wir unser Bestes geben, damit möglichst viele Menschen Jesus kennenlernen.

Wie können Gemeinden hier eine neue Sicht gewinnen?

 

Der erste und wichtigste Schritt ist, dass wir uns immer wieder neu Gottes größten Wunsch vor Augen stellen, nämlich „dass alle Menschen gerettet werden und die Wahrheit erkennen“ (1. Timotheus 2,4). Von diesem Wunsch Gottes dürfen wir uns neu begeistern lassen. Wir brauchen als Gemeinden wieder einen Aufbruch zu den Menschen hin, um ihnen zu begegnen, zuzuhören und ihnen aus der Liebe Gottes heraus zu dienen.  

Und was kann jeder Einzelne tun?


Nachdenken – über Jesus und seine Liebe. Oft ist uns gar nicht mehr bewusst, was er für uns getan und wozu er uns errettet hat. Nur wenn wir davon bewegt sind, wird unser Leben und Reden authentisch sein und auch andere bewegen, über Gott nachzudenken. Denn die eigentliche Triebfeder für unser missionarisches Handeln kann immer nur die unendlich große Liebe Gottes sein, die wir selbst erfahren haben.  
Wie das im Einzelnen dann praktisch aussehen kann, dafür gibt es kein Rezept. Dafür begegnet Gott Menschen viel zu individuell. Hier sollen und dürfen wir in alle Richtungen kreativ sein, vor allem aber dürfen wir viel stärker dem Heiligen Geist vertrauen, als wir es oft tun. Er ist es, der Türen und Herzen öffnet, der uns zu Menschen führt, die Gott vorbereitet hat, und uns dann auch die richtigen Worte und die Weisheit schenkt, sie mit dem Angebot Gottes bekannt zu machen.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

Markus Pfeil, Evangelist

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