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Alles außer gewöhnlich

 

Eine Witwe, deren Mann zur Prophetengemeinschaft um Elischa gehört hatte, bat den Propheten dringend um Hilfe. »Mein Mann ist gestorben«, sagte sie. »Du weißt, dass er dem Herrn treu gedient hat. Nun ist der Gläubiger da gewesen, dem mein Mann noch Geld schuldet. Er will mir meine beiden Jungen wegnehmen und zu seinen Sklaven machen.«
»Was kann ich für dich tun?«, fragte Elischa. »Sag mir doch: Was hast du noch im Haus?« »Nichts mehr«, antwortete sie, »nur noch einen kleinen Krug mit Olivenöl.«
Da sagte Elischa: »Geh in der ganzen Nachbarschaft herum und leih dir Gefäße aus, leere Gefäße, alles, was du bekommen kannst! Dann geh ins Haus, schließ hinter dir und deinen Kindern die Tür ab und gieß das Öl in die Gefäße! Immer, wenn ein Gefäß voll ist, stellst du es beiseite!«
Die Frau ging in ihr Haus und schloss hinter sich und ihren Jungen die Tür ab. Die beiden reichten ihr die Gefäße hin und sie füllte das Öl ein. Schließlich waren alle Gefäße voll. »Reich mir noch eins!«, sagte sie zu dem einen Jungen. Aber der antwortete: »Es ist keins mehr da!« Da hörte das Öl auf zu fließen.
Die Frau kam zum Propheten Elischa und berichtete, was geschehen war.
Elischa sagte: »Nun geh, verkauf das Öl und bezahle mit dem Geld deine Schulden! Von dem, was noch übrig bleibt, kannst du mit deinen Söhnen leben.«

Ich? Was ich kann? …Nichts. Außer zuhören. Oder Plätzchen backen. Ich? Was ich habe? …Nichts. Außer einer kleinen Rente. Ich? Was ich anbieten kann? …Nichts. Außer vielleicht ein gemütliches Sofa.

Kennen Sie solche Gedanken? Ich kenne sie sehr gut! Wenn ich auf mein Leben schaue, finde ich meine Möglichkeiten begrenzt, meine Gaben begrenzt, meinen Besitz begrenzt, mein Aussehen begrenzt, meinen Wert begrenzt. Wenn mich jemand fragt und herausfordert zu benennen, was ich bin und habe, erscheint mir nichts oder kaum etwas wichtig genug, um es überhaupt aufzuzählen. Und so fühle ich mich wertlos, besitzlos, unbegabt, nutzlos.

Der Frau in der Geschichte erging es ähnlich – mit dem Unterschied, dass es bei ihr wirklich existenzielles Ausmaß hatte. Sie und ihre Söhne waren finanziell am Ende, sahen keinen Ausweg, hatten nichts mehr. Nichts… außer einem bisschen Öl in einem kleinen Krug. Nicht der Rede wert. Doch genau auf dieses „außer“ geht der Prophet Elischa ein. „Nimm Dein Öl, nimm das bisschen, was Du hast, nimm Dein „außer“ und lege es in Gottes Hand. Er wird etwas Außergewöhnliches daraus machen!“ Und genau so geschieht es. Die Witwe gehorcht den Anweisungen Elischas, auch wenn sie sich  in ihren Ohren absolut unlogisch und komplett sinnlos angehört haben müssen. Wozu so viele Gefäße leihen, wenn alles Öl, was sie besitzt, in einen kleinen Krug passt? Aber weil sie den Worten Gottes mehr vertraut, als ihrem Verstand und ihrer Vorstellungskraft, wird sie Zeuge eines großen Wunders, was ihr und ihren Söhnen die Existenz und das Leben rettet!

Ich hörte von einer Gemeinde, die an einem Ort neu gegründet wurde. Die Mitglieder dieser Gemeinde überlegten sich, was sie Gutes in ihr neues Umfeld und ihre Nachbarschaft einbringen könnte – aber ihnen fiel einfach nichts ein. Außer, dass sie einige Frauen in der Gemeinde hatten, die gut Suppe kochen konnten. Aber was sollten sie damit schon anfangen? Doch sie begannen, jeden Mittag Suppe zu kochen – vor allem, für die Obdachlosen und Prostituierten, die in den nahegelegenen Straßen der Gemeinde lebten. Dies sprach sich rum, und das anfängliche Suppe-Kochen wurde über Jahre hinweg zu einer großen, sozial-missionarischen Arbeit, durch die viele Menschen zum Glauben gekommen sind und auch viele der Prostituierten und Obdachlosen von der Straße kamen und einen Neuanfang machen konnten. Dabei hatte diese Gemeinde doch nichts zu geben. Nichts… außer Suppe kochen. Doch in den Händen Gottes  werden aus unscheinbaren und gewöhnlichen Dingen außergewöhnliche Dinge – weil wir einen außergewöhnlichen Gott haben!

Es kommt nicht auf uns an. Es kommt auf das an, was Gott vorhat. Er wird an sein Ziel kommen – und auf diesem Weg können unsere Grenzen und Hindernisse ihn nicht aufhalten. Darum ist es auch nicht wichtig, auf das zu schauen, was wir nicht können und was wir nicht schaffen und was wir nicht haben und was wir nicht sind – sondern auf die Größe und Güte und Gnade und Großzügigkeit Gottes zu blicken. Wenn Gott möchte, dass wir etwas haben oder tun, dann kann er uns alles schenken, was wir dazu benötigen, ganz egal, wie unrealistisch das für uns scheint oder wie sehr wir uns das mit unserer Logik nicht erklären können. Ich möchte Ihnen Mut machen, mit ihren Grenzen und Nöten zu Gott zu kommen, ihr Gewöhnliches in seine Hände zu legen, um ihm zu vertrauen, dass er etwas Außergewöhnliches daraus machen wird – so, wie wir es brauchen und es ihm Ehre macht!

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