Was macht eigentlich ...

 

Simone Flad studierte von 1996 bis 2000 am TSR, absolvierte anschließend an der ETF in Belgien ihren Master und promovierte 2014 an der UNISA. Seit 2004 war die gebürtige Schwäbin mit der DMG als Missionarin in Bulgarien, wo sie an einer Bibelschule unterrichtete. Nun kehrt sie wieder nach Deutschland zurück und tritt im Sommer die Nachfolge von Alfred Meier an.

Simone, du wirst ab dem neuen Schuljahr Kirchengeschichte und Missiologie am TSR unterrichten. Was fasziniert dich an diesen beiden Fächern?
Für mich haben beide Fächer ihren ganz eigenen Reiz. Kirchengeschichte finde ich unglaublich spannend, man kann Entwicklungen verfolgen und Zusammenhänge erkennen. Manchmal erinnert es an Detektivarbeit. Ein Sprichwort sagt zwar: „Man lernt aus der Geschichte nur, dass man nichts daraus lernt“, aber ich glaube, dass das nicht wahr sein muss. Einen Menschen kann man nur näher kennenlernen und verstehen, wenn man seine Geschichte kennt. So kann man auch die heutige Situation von Kirchen und Gemeinden nicht verstehen, ohne ihre Geschichte zu kennen. Ich möchte die Studierenden am TSR mit meiner Liebe zur Kirchengeschichte anstecken und sie dafür begeistern, diese Geschichte näher kennenzulernen. Missiologie ist für mich ein neues Unterrichtsfach, wo ich auch meine praktischen Erfahrungen aus 11 Jahren Missionsarbeit einbringen kann. Ich freue mich, durch den Unterricht an der Ausbildung von neuen Missionaren beteiligt zu sein und mit dazu beizutragen, dass Mission in den Gemeinden fest verankert ist.

Du hast selbst am TSR studiert – wie kommt es, dass du nach 15 Jahren nun als Dozentin wieder in den Westerwald zurückkommst?
Meine Zeit als Studierende am TSR habe ich in sehr positiver Erinnerung. Der Unterricht, sowie viele Gespräche und Begegnungen mit Dozenten und anderen Seminaristen haben mich sehr geprägt und weitergebracht. Wertvolle Beziehungen sind hier entstanden und für mich war und ist das ein wesentlicher Teil der theologischen Ausbildung, der in meiner momentanen Tätigkeit an einer berufsbegleitenden Abendschule zu kurz kommt. Ich freue mich sehr, dass ich nun auch dazu beitragen kann, (junge) Menschen positiv zu prägen und die Zeit am TSR für sie zu einer wertvollen Zeit zu machen.

Was macht Simone Flad denn, wenn sie nicht unterrichtet, sondern sich entspannen will?
Ich singe total gerne und bin in meiner Gemeinde in Sofia auch im Musikteam. Außerdem lese ich Krimis und bin gerne draußen in der Natur zum Wandern unterwegs. Im Westerwald gibt es ja dann vor allem für Letzteres jede Menge Möglichkeiten.

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